Umgesetzte Projekte

Im Rahmen des Projekts „Get Involved!” fand in Kreisau das nächste Modul für künftige Leiterinnen und Leiter von Jugendbegegnungen statt. Thema war die historische Bildung im Rahmen von Jugendbegegnungen, insbesondere auch unter Nutzung der Perspektive der Verflechtungsgeschichte. Das Treffen bot darüber hinaus Gelegenheit, die Geschichte Kreisaus und seiner Umgebung genauer kennen zu lernen.

Neben intensiver Arbeit in Workshops fand auch eine Exkursion nach Dzierżoniów statt, wo die Teilnehmer_innen etwas über das reiche Erbe der dort nach dem Zweiten Weltkrieg lebenden jüdischen Gemeinschaft hörten. Auf dem Weg zurück nach Kreisau gab es dann noch einen Stop am großen und im Augenblick stark vom Verfall geprägten Gebäude einer Mühle in Grodziszcze, das während des Zweiten Weltkriegs als Zwangsarbeitslager für Juden genutzt worden war. Auch der Gedenkstein an einem Massengrab für Insassen dieses Lagers – gelegen jenseits des Gemeindefriedhofs – war Teil dieser Exkursion.

Das Multiplikator*innentraining mit Teilnehmer*innen aus Deutschland, Estland, Griechenland, Großbritannien, Mazedonien, Polen und Serbien regt zum gemeinsamen Austausch und Lernen über Ursachen, Bedingungen und Auswirkungen von Migration innerhalb Europas in der Geschichte und heute an.

Anschließend an das Training werden die teilnehmenden Jugendarbeiter*innen in ihren jeweiligen Herkunftsländern Mikroprojekte durchführen. Für einige Teilnehmer*innen besteht anschließend die Möglichkeit mit einer kleinen Gruppe von Jugendlichen zu einer Jugendbegegnung nach Kreisau zurück zu kehren und das gemeinsame Projekt vorzustellen. Diese Projekte haben das Ziel, die historische und aktuelle Situation von Migranten*innen in ihren lokalen Gemeinschaften zu beleuchten und diese filmisch oder fotografisch zu dokumentieren.

Heute endete die seit Montag in Kreisau stattfindende Fortbildung für Teamerinnen und Teamer des Geschichtsorts Villa ten Hompel. Die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung wurde in den Tagen zum Schulungsort für Neueinsteiger/-innen, die an den historisch-politischen Bildungsprojekten des Geschichtsorts mitwirken. Die Gruppe setzte sich mit der Geschichte des Kreisauer Kreises sowie wichtigen Themen der polnischen Erinnerungskultur und den deutsch-polnischen Beziehungen auseinander. Im Rahmen von Workshops wurde über Methoden, Zugänge und Herausforderungen der Bildungsarbeit diskutiert. Außerdem entdeckte die Gruppe mit dem Besuch von Dzierżoniów und Wrocław die Vergangenheit und Gegenwart der Region.

Vom 23.-26. April 2018 fand eine Begegnung zwischen Studierenden des Instituts für Angewandte Linguistik der Universität Posen und Referendar_innen vom Schulpraktischen Seminar aus Berlin-Neukölln statt. Während der Workshops bekamen die Teilnehmenden Tipps, wie man einen Austausch organisieren kann und Kontakte zu Partnerschulen knüpft. Es wurden auch viele der Methoden ausprobiert, die bei einem schulischen Austausch Anwendung finden.

Ein wichtiger Teil des Programms war die Geschichte Kreisaus: Eine Führung durch den Ort mit anschließender Lesung der sog. letzten Briefe zwischen Freya und Helmuth von Moltke haben die Teilnehmenden bezaubert und ermöglichten ein besseres Verständnis für den Ort Kreisau und seine Geschichte.

IJBS

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