Bis 1945 war die Anhöhe eine Art Park, der auch als Friedhof genutzt wurde. Nach dem Krieg verschwanden manche Grabsteine und Kreuze, das ganze Gelände verfiel zusehends, so dass es schließlich mit Bäumen und Sträuchern wild bewachsen war.

Die Anhöhe lässt sich in drei Bereiche unterteilen:

1. Auf der rechten Seite des Weges liegt der alte evangelische Friedhof, auf dem bis 1945 die Dorfeinwohner begraben wurden. Betritt man dessen Gelände, so fallen zwei liegende Steinblöcke auf. Es handelt sich hierbei um die Überreste eines Denkmals aus der Vorkriegszeit für während des Ersten Weltkrieges gefallene Soldaten. Das Monument stand früher an der Hauptstraße, nahe dem Pfad, der auf den kleinen Friedhofberg führt. Auf den Berg wurde es 1996 im Rahmen von Renovierungsarbeiten an der Anlage verlegt. Aus den Resten von den auf dem gesamten Friedhof verstreuten Grabsteinen wurde die etwas weiter stehende halbrunde kleine Mauer geformt. In die Mitte des so geschaffenen Raumes kam ein Eisenkreuz, das ebenfalls auf dem Friedhof gefunden worden war.

2. Ein gerade verlaufender Pfad führt zu dem zweiten, etwas höher gelegenen Teil des Friedhofs. Hier wurden mit wenigen Ausnahmen die zwischen 1866 und 1945 gestorbenen Mitglieder der Familie von Moltke bestattet. Das Grab von Helmuth James ist hier aber nicht zu finden, denn sein Leichnam wurde nach der Hinrichtung am 23. Januar 1945 verbrannt und die Asche verstreut. 1998 wurde in diesem Teil ein Gedenkstein aufgestellt, der an Helmuth James und seinen an der Front in Afrika gefallenen Bruder Karol Bernard (1913-1941) erinnert. 2010 kam ein Gedenkstein für Freya von Moltke hinzu, die am 1. Januar 2010 in Norwich, im Bundesstaat Vermont (USA), verstorben war.

3. Das Mausoleum, einst Ruhestätte Feldmarschalls Helmuth Karol von Moltke, wurde 1868 für die unerwartet verstorbene – von ihrem Mann wesentlich jüngere – Frau des Feldmarschalls errichtet. Seine Schwester, die Stiefmutter der Frau, Augusta Burt, verstarb ebenfalls vor ihrem Bruder und wurde im Mausoleum beigesetzt. Und 1891 wurde hier schließlich der Sarg des Feldmarschalls selbst in die heute leere Nische unter eine Christusfigur gelegt, die sich heute in dem äußeren Teil der Apsis der St.-Michael-Kirche befindet.

Die Särge des Feldmarschalls, seiner Frau Mary sowie der Schwester Augusta sind Ende des Zweiten Weltkrieges verschollen gegangen. Einer Theorie zufolge soll der Sarg von Augusta zunächst an dem Ort geblieben und erst später bei einem Feuer zerstört worden sein. Heute steht das Bauwerk leer. Die symbolischen in den Boden eingemauerten Grabplatten, auf denen die Namen und die Lebensdaten zu sehen sind, erinnern an die drei Verstorbenen.

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