Während auf den Straßen Leipzigs und Berlins Tausende Menschen politische Reformen forderten, andere wiederum in Scharen aus der DDR flüchteten, sprach Erich Honecker am 7. Oktober 1989, anlässlich des 40. Jahrestages der DDR, vor allem von den wirtschaftlichen und sozialen Errungenschaften des Sozialismus, von der Stabilität des politischen Systems und dessen langfristigen Fortbestehen, trotz dessen, dass die Wirtschaft und Finanzkraft seines Landes in einem desolaten Zustand und nur westdeutsche Kredite eine akute Wirtschaftskrise hinauszögerten. Trotz einzelner politischer Erfolge Erich Honeckers in den letzten Jahren seiner Regierungszeit waren die durch die Perestroika-Politik Gorbatschows und die Reformen in Polen und Ungarn ausgelösten Erwartungen bei den Bürgern der DDR in Enttäuschung umgeschlagen. Nur eine Woche nach der Rede Erich Honeckers zum 40. Jahrestag der DDR wurde dieser als Staatsratsvorsitzender der DDR und Generalsekretär des ZK der SED abgewählt und von Egon Krenz ersetzt. Das Nichteingreifen sowohl der auf dem DDR-Territorium stationierten sowjetischen Truppen als auch des Militärs der DDR, ließ die durch innere Reformkräfte getragene Revolution unblutig verlaufen. In der Nacht vom 09. zum 10. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Etwa ein Jahr später, am 03. Oktober 1990, endete die Eigenstaatlichkeit der Deutschen Demokratischen Republik mit ihrem Beitritt zur Bundesrepublik.

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