Das Jahr 1989 brachte jene politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen mit sich, nach denen sich die große Zahl der Menschen innerhalb des Ostblockes gesehnt und wofür die oppositionellen Kräfte jener Länder jahrzehntelang gekämpft hatten. Ereignisse, wie in Polen das erste Treffen am „Runden Tisch“ zwischen Vertretern der „Solidarność“, der Kirchen und der Vereinigten Polnischen Arbeiterpartei (27. Januar) oder der beginnende Abbau der ungarischen Grenzanlagen nach Österreich (2. Mai) kündeten von einer nunmehr möglichen Öffnung des „Eisernen Vorhangs“ und einem Ende der Teilung Europas. Mit der sog. „Sinatra - Doktrin“ („I did it my Way“) im Oktober 1989 wurde den eh. Bruderstaaten seitens der Sowjetunion das Recht auf Selbstbestimmung über ihren zukünftigen politischen Weg gewährt.

Die Reaktionen der kommunistischen Machthaber auf diese rasante Entwicklung reichten von gewaltsamer Niederschlagung von Protesten und Demonstrationen – man denke an das brutale Vorgehen des chinesischen Militärs bei den Studentenunruhen im Juni 1989 oder an die vielen Opfer, die Rumänien im Dezember bei Demonstrationen zu beklagen hatte – über Erstarrtheit und unbeirrtem Festhalten am Althergebrachten, wie in der DDR, bis zu Zeichen der Verständigung und Annäherung zwischen Opposition und Machthabern.

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