Vor dem geplanten Besuch Kanzler Kohls kam es zu zahlreichen Gesprächen sowohl zwischen den beiden Regierungschefs als auch deren Beratern – Mieczysław Pszon und Horst Teltschik. Es wurden dabei viele grundlegende Themen besprochen, die Gegenstand der Gespräche in Polen sein sollten. Die Berater machten sich auch Gedanken über verschiedene Details, die den Besuch stören oder von der öffentlichen Meinung beider Völker und der Welt schlecht aufgenommen werden könnten. Besonderer Wert wurde dabei auf die Bestätigung der Unverletzlichkeit der Grenzen, die Regelung der Angelegenheiten der deutschen Minderheit und die Aufnahme der künftigen Zusammenarbeit gelegt. Um dies zu erreichen – darüber war man sich im Klaren –, müssten all die mit der Geschichte verbundenen Fragen geklärt werden. Es müsste also an die Schuld der Nationalsozialisten für das den Polen während des Zweiten Weltkrieges angetane Unrecht, aber auch an die Lage der Deutschen, die infolge von Flucht, Vertreibung und Aussiedlung ihre Heimat – rund zwei Millionen auch ihr Leben – verloren hatten, erinnert werden.

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