newsletter
Pl
De



 
Interview: Den eigenen Nachbarn kennen lernen. Kreisau, 19.-23.02.2012. PDF Drucken E-Mail
Kontakte mit potentiellen Partnern knüpfen und Erfahrungen über internationale Jugendbegegnungen in Deutschland und Polen austauschen – über ihre Eindrücke vom deutsch-polnischen Seminar „Den Nachbarn kennenlernen” für LehrerInnen und MultiplikatorInnen berichtet uns Lucyna Osiewicz, Deutschlehrerin vom Katholischen Gymnasium in Stettin/Polen.

„Das Seminar „Den Nachbarn kennenlernen” ermöglicht es uns, mit deutschen Schulen in Kontakt zu treten, die gerne bereit sind, eine Zusammenarbeit im Bereich Schüleraustausch anzufangen. Das ist eine sehr interessante und lehrreiche Erfahrung. Dieses Seminar bringt uns auch die formelle Seite eines solchen Projekts näher, also wie die ganze Organisation und auch die Finanzierungsmöglichkeiten solcher Projekte aussehen. Es ist sehr wichtig, dass wir unsere Erfahrungen austauschen können. Für mich persönlich ist es von besonderer Bedeutung, dass ich von anderen Seminarteilnehmern lernen kann, die nicht nur ein oder zweimal, sondern vielleicht schon zehn Mal solche Schulpartnerschaftsprojekte organisiert haben. Die „Warming up“ Methoden, zahlreiche Übungen und Spiele werden ganz bestimmt nicht nur bei der Gestaltung eigener Projekte sondern auch bei der Durchführung von Unterrichtsstunden in der Schule sehr hilfreich sein.
Meine Schule hat noch keinen Partner im Ausland. Dank des Seminars können wir so eine Zusammenarbeit beginnen. Kontakte mit Menschen, die eine andere aber doch sehr ähnliche Kultur haben, das Kennenlernen von Fremdsprachen und der gemeinsamen Geschichte – all das trägt dazu bei, dass wir anderen Menschen gegenüber offener sind und zwar nicht nur den Menschen aus unseren Nachbarländern sondern auch den eigenen, inländischen Nachbarn gegenüber. Kreisau ist ein sehr symbolischer, historischer Ort. Es verbindet das polnische und deutsche Volk. Deswegen bin ich der Meinung, dass Kreisau ein idealer Ort für deutsch-polnische Seminare und Begegnungen verschiedener Generationen ist. Es ist wichtig, dass wir in unseren Nachbarn ganz normale Menschen sehen und unabhängig von der Vergangenheit, die man nicht vergessen kann, nach Versöhnung und Verständigung streben. Solche Werte wollen wir unseren Jugendlichen während des Schulaustauschs beibringen, aber - das muss man offen sagen - wir müssen uns auch selber ständig daran erinnern.

Organisation des Projektes: Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung, RAA Brandenburg Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie, Brandenburg.
Finanzielle Unterstützung: Deutsch-Polnisches Jugendwerk.
Betreuung des Projektes: Bartłomiej Gasiulewicz.


Galerie