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Organisation und Arbeitsbereiche PDF Drucken E-Mail

Die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung ist eine gemeinnützige Organisation nach polnischem Recht mit international besetzten Gremien und einem internationalen, mehrsprachigen Mitarbeiterteam.

Ihre satzungsgemäßen gemeinnützigen Aufgaben erfüllt die Stiftung in drei Programmbereichen mit jeweils spezifischen Konzeptionen und Zielsetzungen:

  • Internationale Jugendbegegnungsstätte
  • Gedenkstätte
  • Europäische Akademie

Zur Finanzierung dieser Aufgaben betreibt die Stiftung eine Tagungsstätte und ein Konferenzzentrum mit Hotel und Gastronomie.
Seit 2007 hat die Stiftung Kreisau eine GmbH „Internationales Konferenzzentrum Kreisau” ausgegründet, um die gewerbliche Tätigkeit des Konferenzzentrums von der gemeinnützigen Tätigkeit der Programmabteilungen der Stiftung strukturell zu trennen.
Die Stiftung ist 100%ige Eigentümerin der GmbH. Der Vorstand der GmbH ist personell identisch mit dem Vorstand der Stiftung. In der Gesellschafterversammlung sind Mitglieder des Aufsichtsrates der Stiftung vertreten.

www.icc.krzyzowa.pl.

Offen werden für Neues, Vorurteile abbauen, voneinander lernen, den eigenen Horizont erweitern – mit einem vielfältigen Programmangebot möchte die Internationale Jugendbegegnungsstätte einen Rahmen schaffen, in dem junge Menschen aus verschiedenen Ländern einander begegnen und sich kennen lernen. Die Beschäftigung mit dem Ort Kreisau und seiner Geschichte spielt dabei eine wichtige Rolle. 

In diesem Sinne und entsprechend unserer pädagogischen Leitlinien führt die Internationale Jugendbegegnungsstätte seit Anfang der 90er Jahre Bildungsarbeit für und mit Jugendlichen durch und ist damit das wichtigste Projekt der Stiftung „Kreisau“ für Europäische Verständigung. Durch ein deutsch-polnisches Mitarbeiterteam werden jährlich ca. 100 Projekte vorbereitet und durchgeführt, an denen einige tausend Jugendliche aus Deutschland und Polen sowie aus anderen Ländern Europas teilnehmen. Unsere pädagogischen Mitarbeiter werden dabei von Freiwilligen aus Deutschland und der Ukraine sowie zeitweise von Praktikanten unterstützt.

Die Stärke unserer Bildungsarbeit liegt insbesondere in ihren kreativen und interaktiven Formen und Methoden, die an die Interessen und Zusammensetzung der jeweiligen Zielgruppe angepasst sind.

Die Internationale Jugendbegegnungsstätte Kreisau arbeitet eng mit dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) zusammen. Dadurch können deutsch-polnische Jugendbegegnungen sowie Begegnungen mit Drittländern finanziell unterstützt werden, sofern sie den Richtlinien des DPJW entsprechen.


Die Gedenkstätte der Stiftung Kreisau würdigt Widerstand und Opposition in den totalitären Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Es wird an Menschen und Gruppen aus ganz Europa erinnert, die unter hohem persönlichen Risiko das Recht, die Freiheit und die Würde des Menschen verteidigten.

Die Gedenkstätte ist in erster Linie eine Lernwerkstatt für einen entdeckenden und gestalterischen Umgang mit Geschichte, kein Museum, sondern ein Ort der Erinnerung und Begegnung, ein Ort des gemeinsamen Nachdenkens über Vergangenheit und Zukunft. Sie stellt eine Bibliothek, eine Mediothek und eine Dauer-Ausstellung zur Geschichte von Widerstand und Opposition in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts bereit. Die Gedenkstätte kooperiert mit vergleichbaren Institutionen des In- und Auslands, organisiert wissenschaftliche Tagungen (zusammen mit der Europäischen Akademie) und gibt Publikationen heraus.

Zentrum der Gedenkstättenarbeit ist das oberhalb des Gutshofes gelegene Berghaus, Wohnhaus der Familie von Moltke seit 1928 und Tagungsort des "Kreisauer Kreises" in den Jahren 1942/43, das nach 1990 als Wohn- und Arbeitsort wiederhergestellt worden ist.

Neben den öffentlichen Räumen im Erdgeschoss mit Mediothek und einem Gedenkraum , der den Mitgliedern des Kreisauer Kreises gewidmet ist, beherbergt das Haus im 1. Stock eine Familienwohnung und das Büro der Gedenkstätte, im 2. Obergeschoss unter dem Dach des Hauses befinden sich drei Gästezimmer für Stipendiaten.


Die Tätigkeit der Europäischen Akademie geht von der Voraussetzung aus, dass die totalitären Diktaturen des 20. Jahrhunderts in Europa eine Kluft zwischen Ost und West hinterlassen haben. Heute steht Europa vor einer Fülle an Herausforderungen, um die verschiedenen Erfahrungswelten in Ost und West füreinander zu öffnen. Dem Erbe des Kreisauer Kreises verpflichtet, beteiligt sich die Europäische Akademie durch ihre Bildungsarbeit am Prozess einer Neuordnung Europas.

Unsere Ziele:

  • aktive Beteiligung am gesamteuropäischen Einigungsprozess
  • Bildung von Foren zur Begegnung unterschiedlicher sozialer, kultureller, weltanschaulicher, religiöser und politischer Strömungen
  • Stärkung der persönlichen Verantwortung und Zivilcourage
  • Gestaltung der regionalen Identität
  • Befähigung der Menschen, mit den veränderten ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnissen umzugehen
  • Eintreten für die Autorität des Rechtsstaates

Wir erfüllen unseren Auftrag durch:

  • internationale Konferenzen:
  • zu gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Fragen des heutigen Europas,
  • zur polnisch-deutschen Verständigung und Zusammenarbeit,
  • zum Dialog zwischen Ost - und Westeuropa
  • Vermittlung des Erbes der europäischen Ideen im Geiste der Kreisauer
  • Seminare und Studienreisen
  • Förderung regionaler Zusammenarbeit in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur
  • Fortbildungsveranstaltungen für verschiedene soziale und Berufsgruppen.

Die Städte Wroclaw und Lviv (Breslau und Lemberg) haben im Jahre 2001einen Partnerschaftsvertrag unterschrieben. Dadurch entstand das Programm für Zusammenarbeit "Breslau - Lemberg", das seit dem Jahr 2002 von der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung koordiniert wird. Das Programm wird von der Stadt Wroclaw finanziell unterstützt. Das Programm endete im Jahr 2009. Aktuelle Projekte der Zusammenarbeit mit Lemberg und der Ukraine finden Sie unter Programmangebot.



Ziele:
  • Neubildung und Stärkung bereits bestehender Partnerschaften zwischen Breslauer und Lemberger NGOs, Institutionen, Behörden und Schulen;
  • Unterstützung des Transformationsprozesses in der Ukraine durch den Transfer polnischer Erfahrungen und damit Weitergabe der aus dem Westen erfahrenen Hilfe nach der politischen Wende 1989;
  • Entwicklung günstiger Bedingungen und Förderung eines guten Klimas für die Zusammenarbeit zwischen Vertretern der lokalen Selbstverwaltung, Kultur, Bürgerinitiativen, Jugendorganisationen und Schulen;
  • Förderung persönlicher Kontakte zwischen den Einwohnern beider Städte;
  • Förderung des Demokratisierungsprozesses und der Integration der Ukraine in die europäische Staatengemeinschaft; - Förderung der guten nachbarschaftlichen Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Polen.