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Stiftung Kreisau - Newsletter April/Mai 2011
Subject: Stiftung Kreisau - Newsletter April/Mai 2011
Send date: 2011-05-13 15:56:55
Issue #: 7
Content:


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde Kreisaus!

Hier erreicht Sie eine weitere Ausgabe unseres Newsletters, zum ersten mal in diesem Jahr aus einem sommerlichen Kreisau verschickt.
In dieser Ausgabe berichten wir von einem internationalen Kunst- und Geschichtsworkshop für Studierende sowie über eine Informationsveranstaltung „InterGenerationes” in Berlin. Daneben gibt uns Herr Leszek Rysak einen Einblick in seine Eindrücke während des 9. Gedenkstättenseminars. 

An dieser Stelle möchten wir Sie auch über eine wichtige personelle Veränderung in unserer Stiftung informieren. Frau Monika Kretschmann, Leiterin des Programmbereichs Internationale Jugendbegegnungsstätte, ist seit 16. April 2011 drittes Mitglied des Vorstands der Stiftung, gemeinsam mit Rafal Borkowski und Annemarie Franke. 

Und leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Ludwig Mehlhorn am 3. Mai verstorben ist. Er war ein Mitbegründer, großer Freund und außergewöhnlich wichtiger ehrenamtlicher Mitarbeiter der Stiftung Kreisau.

In der Rubrik „Ankündigungen und Ausschreibungen” finden Sie wie gewohnt Projektankündigungen für den laufenden Monat.

Eine angenehme Lektüre wünscht

Marta Żmigrodzka-Koziejko


In dieser Ausgabe:

1. Internationale Geschichts- und Kunstwkorkshops für Studierende „European forum of history and art”
2. Eine Teilnehmerstimme vom 9. Gedenkstättenseminar
3. InterGenerationes – Informatonsveranstaltung in Berlin
4. Projekte im Mai



1.
Das gesamte Gelände der Stiftung Kreisau verwandelte sich für die 10 Tage der internationalen Kunst- und Geschichtsworkshops in einen Ort kreativen Schaffens. 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Polen, Deutschland, Belgien, Frankreich, der Slowakei und den Vereinigten Staaten von Amerika haben sich während des internationalen und grenzüberschreitenden Projekts „European forum of history and art” in Kleingruppen und unter Verwendung unterschiedlicher Kunstformen mit dem Thema „Vertreibung / Forced Migration” auseinander gesetzt.
Künstlerische Schwerpunkte waren Landart, visual art sowie Arbeiten mit Papier. Die von den TeilnehmerInnen geschaffenen Arbeiten konnte man in den Gebäuden, auf der zentralen Wiese und auch in der Eichenallee finden. So konnte ein aus papierstreifen gewebter Teppich bewundert werden, der die unterschiedlichen Richtungen der erzwungenen Migrationen visualisieren sollte oder auch Porträts von Gesichtern, die an künstlichen Blättern in den Bäumen hingen.

Höhepunkt der Workshops waren die Ausstellungen aller Arbeiten. Jede Gruppe präsentierte Ihre Interpretation des Themas Vertreibung. Als es bereits dunkel geworden war, fand auf der Wiese die Performance „Menschen aus Lehm” statt und viele Workshops präsentierten Filme und Fotos, besonders beeindruckend war die Installation „Turm zu Babel”, Ergebnis des Workshops Neue Medien.

Projektorganisation: Fachhochschule Trier, Studiengang Kommunikationsdesign.
Schirmherrschaft: Prof. Władysław Bartoszewski, Staatssekretär im Büro des Premierministers und Bevollmächtigter für Internationale Bezieungen; Prof. Gesine Schwan, Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance in Berlin.
Projektkoordination: Prof. Anna Bulanda-Pantalacci.


2.
Das 9. Gedenkstättenseminar in Kreisau, das dem Thema „Zentren der politischen Emigration im Westen während des Kalten Krieges” gewidmet war, wartet mit zahlreichen inspirierten und inspirierenden Referaten und Diskussionen auf. Thema waren Pläne und Ideen für ein vereinigtes Europa, wie sie in den politisch aktiven Zentren der Emigration im Westen und in den oppositionellen Zirkeln innerhalb der kommunistischen Länder entwickelt worden waren. Das Seminar war sehr gut besucht und die TeilnehmerInnen bewerteten es sehr positiv, was auch die Stimme von Leszek Rysak zeigt, der auch auf weitere inhaltliche Schwerpunkte hinweist:

"Durch das Seminar konnte man erfahren, auf welche Weise in unterschiedlichen Ländern die jüngste Geschichte und insbesondere das Thema der Migration dargestellt wird. Für viele von uns bedeutet Migration nicht nur die physische Verlagerung von einem Punkt A zu einem Punkt B sondern auch die Verschiebung eigener Ideen und Werte. Hier wird unser Eindruck bestätigt, das für Menschen, die gezwungen waren in der sowjetischen Wirklichkeit zu leben, dieses Leben eine traumatische Erfahrung war. Andererseits erfahren wir auch, dass es für andere eine Trauma bedeutete und bedeutet, in der Emigration zu leben. Während eines solchen Seminars können sich alle TeilnehmerInnen über ihre privaten und beruflichen Erfahrungen austauschen. Wir sind uns dabei darüber im Klaren, dass es oft schwierig ist, diese zwei Ebenen zu trennen. Die hier anwesenden Zeitzeugen geben ihr sehr wertvolles Wissen an uns weiter – dabei sehen wir, dass diese zwei Ebenen, die privaten und die beruflichen Erfahrungen, ein Ganzes ergeben".

Seminarorganisation: Gedenkstätte der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung, Evangelische Akademie Berlin, Stiftung Aufarbeitung in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Netzwerk „Erinnerung und Solidarität” und der Gedenkstätte Widerstand, Berlin.

3.



Am 29.04.2011 fand im Rahmen des europäischen Tags der Solidarität zwischen den Generationen in Berlin eine Informationsveranstaltung statt, während der alle Interessierten die Möglichkeit hatten, Informationen zu erhalten und sich an Diskussionen zu beteiligen. Thema war beispielsweise der internationale Generationendialog in Deutschland und Europa. Im Programm der Veranstaltung fehlte es nicht an Referaten und Gesprächen mit Teilnehmern zu den Themen demografischer Wandel sowie Generationendialog und dessen Förderung im Rahmen von Begegnungen in Kreisau.

Als Fortsetzung der Veranstaltung ist für den Mai ein einwöchiges Treffen in Form eines Seminars geplant. Teilnehmer aus Polen, Deutschland und Frankreich im Alter von 19 bis 99 Jahren werden sich in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Kreisau treffen, um gemeinsam zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Das Seminar will ein Schritt in Richtung Abbau von Vorurteilen und mit dem Alter verbundenen Stereotypen sein.

Weitere Informationen: www.intergenerationes.eu / teffel@kreisau.de / 0049-30-53836361

Projektorganisation: Kreisau-Initiative Berlin e.V. Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung für Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit und der Europäischen Komission im Rahmen des Programms „Ein Europa für die Bürger”.

4.
Projekte im Mai:

02.- 08.05.2011 - Forum Dialog: Deutsch-Polnische Jugendbegegnung zum Thema Identität und Kultur 

08.-13.05.2011 MICC – Model International Criminal Court: Eine Simulation des Internationalen Strafgerichtshofs für Schülerinnen und Schüler

09.- 12.05.2011 – Migration – Culture – Identity: Internationaler Jugendworkshop 

12.-18.05.2011 - Deutsch-Polnisches Fahrradprojekt: Auf den Spuren von Freya von Moltke

14.-20.05.2011 – Intergenerationes: Mehrgenerationenbegegnung zum Thema Geschichte

Weitere Informationen wie immer unter: www.krzyzowa.org.pl


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Kontakt:

marta żmigrodzka-koziejko
fundacja krzyżowa dla porozumienia europejskiego
stiftung kreisau für europäische verständigung

krzyżowa 7
58-112 grodziszcze, polska
tel: +48 (74) 85 00 135
fax: +48 (74) 85 00 305
e-mail: marta.zmigrodzka@krzyzowa.org.pl
www.krzyzowa.org.pl