Aktuelles

Bei internationalen Jugendbegegnungen spielt die sprachliche Verständigung neben anderen Faktoren eine maßgebliche Rolle für das Gelingen des gesamten Programms. Um die Kommunikation zwischen den Jugendlichen zu erleichtern, übernehmen Gruppendolmetscher/innen  jedoch nicht nur die Aufgabe, die fremde Sprache zu übertragen, sondern übermitteln auch die möglicherweise kulturell kodierte Absicht hinter dem Gesagten. Sie spielen eine besondere Rolle im Kommunikations- und Gruppenprozess.

Die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung organisierte in Zusammenarbeit mit den beiden  erfahrenen Dolmetschern Agnieszka Grzybkowska und Piotr Żwak einen Kurs für Gruppendolmetscher/innen im deutsch-polnischen Jugendaustausch an.

Die Sommeraktivitäten in Kreisau sind nach wie vor im Gange. In der Zeit vom 13. bis zum 17. Juli 2020 fand der zweite Durchlauf der halbtägigen Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche „Näher an der Natur“ („Bliżej natury”) statt. Diesmal nahmen daran sogar drei Gruppen teil: zwei mit jüngeren Teilnehmern (Kinder im Alter zwischen 7 und 10 Jahren) sowie eine Gruppe Jugendlicher im Alter zwischen 11 und 14 Jahren. Alle erlebten eine sehr intensive Woche, in der sie ihre Interessen entwickelten und sie in den Kontext der Ökologie und des Umweltschutzes einzubetten versuchten. Die meisten Veranstaltungen waren nämlich eben diesen Themen gewidmet.

Die Jugendlichen lernten vor allem Englisch – im Geiste der Zusammenarbeit und der Wertschätzung für die Natur. Die Gruppe jüngerer Kinder entwickelte hingegen ihre künstlerischen Fähigkeiten. An Sport- und Integrationsaktivitäten sowie an guter Unterhaltung hat es dabei auch nicht gefehlt, bilden doch Spiel und Spaß die Grundlage sommerlicher Aktivitäten. Die malerische Umgebung von Kreisau sowie das schöne Wetter luden dazu ein, Spaziergänge zu unternehmen und Naturbeobachtungen anzustellen. Die Natur inspirierte einige dazu, kreativer Tätigkeit nachzugehen, anderen lieferte sie wiederum einen Vorwand dazu, neue fremdsprachige Vokabeln zu lernen. 

Den ersten Durchlauf der halbtägigen Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche „Näher an der Natur” („Bliżej natury”) haben wir inzwischen hinter uns. Das diesjährige Leitmotiv bildeten Umweltschutz sowie Umweltwissen. Ziel war es, jungen Menschen damit zu erklären, wie und warum man die Umwelt schützen soll. In Kreisau verbrachten zwei Gruppen von Kindern und Jugendlichen eine Woche voller intensiver Workshops und Spiele. Die jüngere Teilnehmergruppe (7-10 Jahre) nahm an Aktivitäten teil, bei denen es darum ging, Englisch zu lernen, die ältere (11-14 Jahre) entwickelte wiederum ihre künstlerischen Fähigkeiten. Alle Veranstaltungen zielten darauf ab, die Interessen junger Menschen zu fördern sowie ihre Persönlichkeit – im Geiste der Zusammenarbeit und der Wertschätzung gegenüber der Natur – zu entwickeln. Ein internationales Team von Pädagoginnen mit Erfahrung im Bereich geisteswissenschaftliche und informelle Bildung sorgte dafür, dass es bei den Ferienlageraktivitäten weder an Bildungswerten noch an toller Unterhaltung fehlte.

Das Projekt „Unsere gemeinsame Welt – Globales Lernen für Kinder” wird inzwischen seit drei Jahren umgesetzt. Ein guter Zeitpunkt also, es allmählich Revue passieren zu lassen.

Warum haben wir uns überhaupt dazu entschieden, dieses Projekt durchzuführen und ein so schwieriges und umfassendes Fachgebiet wie Globales Lernen vom Kindergarten an einzuführen? Eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Globalen Lernens mit Vor- und Grundschulen aufzunehmen, ist ein Zeichen von Hoffnung. Wir hoffen, dass wir durch die hier und jetzt geleistete Arbeit mit den im Bereich vor- und frühschulische Bildung tätigen Lehrerinnen – und indirekt mit den von ihnen betreuten Kindern und deren Familien – einen realen Einfluss auf die Wirklichkeit haben und die Zukunft gestalten können, in der die Rechte einer jeden Person und einer jeden Gemeinschaft wahrgenommen werden und die persönliche Würde des Menschen ohne Rücksicht auf Nationalität, Konfession, Hautfarbe, Geschlecht, Geburtsort oder ethnische Herkunft respektiert wird. Wir glauben daran, dass Kinder, die vor unseren Augen heranwachsen, sich besser als wir in einer komplexen, sich dynamisch verändernden Welt zurechtfinden werden können, sowohl in ihrer regionalen Heimat als auch in der Welt des Globalen Dorfes. Sie werden bewusst und verantwortlich mitbestimmen und sich für eine nachhaltigere Entwicklung der nahen und der fernen Welt einsetzen.

IJBS

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