Wechselausstellungen

Über 2 600 Menschen aus schlesischen Heil- und Pflegeanstalten fielen zwischen 1940 und 1945 den nationalsozialistischen Krankenmorden zum Opfer. Die meisten von ihnen wurden in der Gaskammer der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein ermordet. Die zweisprachige Wanderausstellung informiert erstmals umfassend über die viele Jahrzehnte vergessene Geschichte der Opfer der NS-Krankenmorde aus Schlesien.

Zwischen dem 5. Juli und dem 16. August 2019 ist die von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten/Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein erarbeitete Wanderausstellung „Vergessene Opfer der NS-„Euthanasie. Die Ermordung schlesischer Anstaltspatienten 1940–1945“ in der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung zu besichtigen.

Die Ausstellung wurde in polnischer und deutscher Sprache konzipiert und kann in der ersten Etage des Schlosses in Kreisau besichtigt werden.

„Außergewöhnliche Niederschlesierinnen” – so lautet der Titel einer Ausstellung, die von dem Verein Niederschlesischer Frauenkongress (SDKK) gemeinsam mit der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Breslau anlässlich des 100. Jahrestages der Einführung des Frauenwahlrechts in Polen veranstaltet wurde.

Die Exposition stellt sechzehn einzigartige Frauen vor, die in Niederschlesien zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens aktiv waren, darunter Freya von Moltke, Edith Stein, die hl. Hedwig, Wanda Rutkiewicz und Anna German.

Die Ausstellung wurde in polnischer Sprache konzipiert und kann in der ersten Etage des Schlosses in Kreisau besichtigt werden.

Harry Graf Kessler: „der Mann, der alle kannte“, der erste deutsche Gesandte im wieder unabhängigen Polen, ein großer Bewunderer von Kunst und Literatur und ein wichtiger Zeitzeuge.

Die Ausstellung zu Leben und Werk Harry Graf Kesslers erzählt anhand einzelner Punkte das bewegte Leben dieser schillernden Persönlichkeit. Harry Graf Kessler war 1918 nicht nur erster deutscher Gesandter im wieder unabhängigen Polen; er war außerdem ein großer Bewunderer von Kunst und Literatur. Neben politischen Persönlichkeiten seiner Zeit war er im Kontakt mit zahlreichen Künstlern und Schriftstellern. Seine Tagebücher und Feldpostbriefe sind wichtige Zeitzeugenberichte historischer Ereignisse.

Die Ausstellung, deren Motto „Przywracać pamięć – ponad granicami” („Gemeinsam erinnern – über Grenzen hinweg“) lautet, entstand als ein internationales Projekt. Die Idee dabei war, der Öffentlichkeit nicht weiter bekannte Fakten zum Holocaust in dem Drohobytscher Land näherzubringen.

Besucher der Ausstellung begeben sich gleichsam auf eine retrospektive Reise, die ihnen das dramatische Schicksal der polnischen Bürger jüdischer Herkunft auf dem Gebiet von Boryslaw, Drohobytsch und deren Umgebung verdeutlicht. Einen besonderen Platz nehmen dabei die Erinnerungen von Prof. Józef Lipman an die tragischen Erfahrungen seiner Familie ein. Viel Aufmerksamkeit wurde hier auch Menschen gewidmet, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens und des ihrer Familien Juden vor dem sicheren Tod retteten. Zu ihnen gehören u. a. Else und Berthold Beitz, die mit dem Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet wurden.

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