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Stiftung Kreisau - Newsletter Oktober 2010
Subject: Stiftung Kreisau - Newsletter Oktober 2010
Send date: 2010-11-05 08:25:40
Issue #: 2
Content:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kreisauinteressierte!

Wir freuen uns, Sie hiermit zur Lektüre unseres zweiten Newsletters einladen zu dürfen. In dieser Ausgabe stellen wir September-, und Oktoberprojekte vor. In Ankündigungen und Ausschreibungen erfahren Sie auch einiges über die im November geplanten Projekte, teilweise verbunden mit Hinweisen auf noch freie Plätze.

Viel Spaß beim Lesen
wünscht Ihnen

Marta Żmigrodzka-Koziejko


In dieser Ausgabe:

1.Im Dialog über die Geschichte – Projekte im September

2.Aktuelle Projekte im Oktober

3. Stimmen von ProjektteilnehmerInnen

4. Ankündigungen und Ausschreibungen   


Herbst in Kreisau


1.

Kreisaureise der Freya von Moltke Stiftung für das Neue Kreisau

Auch dieses Jahr bot die Freya von Moltke-Stiftung für das Neue Kreisau ihren Stiftern, Spendern und Interessierten die Möglichkeit, an einer Reise in das niederschlesische Kreisau teilzunehmen. Die TeilnehmerInnen erhielten durch Gespräche mit MitarbeiterInnen und anderen Gästen einen Einblick in die Arbeit der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung. Ein besonderer Programmpunkt unter den zahlreichen interessanten war ein Gespräch mit Helmuth Caspar von Moltke, dem ältesten Sohn von Helmuth James und Freya von Moltke. Im ruhigen geradezu idyllischen Ambiente des Berghauses erzählte Helmuth Caspar von Moltke, indem er auf Fragen junger Stifter antwortete, von seiner Kindheit und vom Leben in Kreisau.

Organisation des Projektes: Freya von Moltke-Stiftung für das Neue Kreisau.
Die nächste Kreisaureise findet im Juni (!) 2011 statt. Fragen und Anmeldung bitte an: Freya von Moltke Stiftung für das Neue kreisau: www.fvmst.de



Kreisaureise der Freya von Moltke Stiftung für das neue Kreisau
© Matthias von Hülsen / Freya von Moltke-Stiftung

Von l.n.r.: Carl von Stechow, Helmuth Caspar von Moltke und Alexander Wendland.


Akademie an der Grenze

Zum ersten Mal fand im September ein durch die ´Akademie an der Grenze´ organisiertes Internationales Seminar in Kreisau statt. An der Veranstaltung mit dem Thema „Schattenseiten der Vielfalt verwandeln und integrieren - Versöhnung in Europa” nahmen 13 TeilnehmerInnen aus Deutschland, Österreich, und Polen teil.
An den geschichtsträchtigsten Orten Kreisaus, im Berghaus und im Schloß, fanden Vorträge statt, die als Einleitung zu Gesprächen der TeilnehmerInnen über die deutsch-polnische Versöhnung und ihre Etappen, die Versöhnung in Europa und Spannungsverhältnisse im Dialog dienten. In der Auseinandersetzung mit dem Kreisauer Kreis wurde die bedeutende Rolle demokratischen Denkens und von Versöhnungsbereitschaft für den Dialog deutlich. Einen interessanten Einstieg in die täglichen Überlegungen und Diskussionen bildeten die Spaziergänge zum Kapellenberg im Morgengrauen, während derer sich alle TeilnehmrInnen schweigend in die Thematik der Versöhnung vertieften. Im Rahmen des Seminars kam es zu Begegnungen mit deutschen und polnischen Zeitzeugen, mit welchen Gespräche zu Erfahrungen in den deutsch-polnischen Beziehungen in Polen nach dem zweiten Weltkrieg geführt wurden.

Das nächste Treffen ist für das kommende Jahr geplant.

Organisation des Projektes: Akademie an der Grenze, Kreisau-Initiative Berlin e.V. und Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung.
Informationen über „Akademie an der Grenze” unter: www.akademie-an-der-grenze.net



Akedemie an der Grenze in Kreisau


2.

Junge Journalisten on Tour

Vom 2. bis 11.10.2010 fand in der Internationalen Jugendbegegnugsstätte ein Workshop für junge Journalisten aus Deutschland, Weißrussland und Polen im Alter von 16 bis 20 Jahre statt. Dieses Seminar war das erste von drei im Rahmen der Reihe "Spotlight on Human Rights - Young Journalists on Tour" geplanten. In international gemischten Gruppen lernten die TeilnehmerInnen journalistische Gattungen wie Portrait, Feature und Interview kennen. Der Höhepunkt des Workshops war ein zweitägiger Forschungsausflug nach Dresden, während dessen junge Menschen und Seelsorger zum Thema Menschenrechte von den Workshopteilnehmern befragt wurden. Die entstandenen Artikel sowie Fotos von der Exkursion und dem Seminar werden bald auf einer neuen Internetseite zugänglich sein. Aus allen Berichten und Fotos entsteht darüber hinaus auch die Spotlight- Zeitung.

Information auf: www.kreisau.de
Organisation des Projektes: Kreisau-initiative Berlin e. V., Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung


„Über Geschichte anders reden...” – eine Konferenz für LehrerInnen

Im Rahmen des Projekts „Über Geschichte anders reden – interdisziplinäre Workshops für Jugendliche” fand in Kreisau am 15. und 16.10.2010 eine Konferenz für SchuldirektorInnen und LehrerInnen statt. Die Organisatoren und Koordinatoren des Projektes stellten die bisherigen Ergebisse der Arbeit und Pläne für Unterrichtsstunden in der kommenden Saison, dem Schuljahr 2010/2011 vor. Während der Konferenz tauschten sich die TeilnehmerInnen über ihre bisherigen Projekterfahrungen aus, dabei kamen sie im Gespräch zu dem eindeutigen Ergebniss, dass außer der reichen Geschichte Kreisaus, die den Schülern vor Ort und lebendig vermittelt werden kann, Kreisau sich auch für Themen der Biologie oder Sozialkunde als Ort außerordentlich eignet – dabei ganz wichtig: die Möglichkeit des zeitlich flexiblen Unterrichtens, ohne das Diktat der Schulklingel.

Organisation des Projektes: Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung mit finanzieller Unterstützung des Polnischen Ministeriumf für Bildung.


Tagung des Niederschlesischen Forums für Politik und Wirtschaft

Vom 28.-30.10.2010 fand in Kreisau zum 12. Mal das Niederschlesische Forum für Politik und Wirtschaft statt. Die diesjährigen Diskussionen standen unter dem Motto „Technik und Technologie – Entwicklungsimpulse“. Der Schwerpunkt der Vorträge und Arbeitsgruppen lag dabei auf den Themen Wirtschaftskrise, Entwicklung des vereinten Europas und Rolle von Technik und Technologie. Unter den Referenten waren u. a.: Matthias Platzeck (Ministerpräsident des Landes Brandenburg), Danuta Hübner (Abgeordnete des Europaparlaments), Prof. Marian Noga (Wirtschaftswissenschaftler) und Robert Gwiazdowski (Experte des Adam Smith Zentrums).

Die Schirmherrschaft hatte Prof. Michał Kleiber, der Vorsitzende der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) übernommen .


3.

Lieder der Generationen

Drei Generationen, zwei Länder und eine Musik: Jazz in der DDR und Volksrepublik Polen. Unter diesem Motto fand das diesjährige Projekt „Lieder der Generationen” in Kreisau statt. Die Vertreter der drei Generationen aus Polen und Deutschland hörten Vorträge zum Thema Geschichte des Jazz und diskutierten über die Bedeutung der Musikrichtung im politischen und eigenen Leben. Sie teilten sich dabei gegenseitig ihre Beobachtungen und Gefühle mit:

„Für mich spielte und spielt die Musik immer noch eine große Rolle. In verschiedenen Lebensphasen meines Lebens bedeutete Jazz für mich immer wieder was anderes, mal war das die Traurigkeit, mal die Freude. Dank des Projektes kann ich wirklich mit den anderen TeilnehmerInnen offen über die Musik und vor allem über die Bedeutung von Jazz und damit verbundenen Emotionen reden. Man hat sich irgendwie Stereotype bezüglich der jungen Generation und ihrer Einstellug zu Musik heute und damals, in der DDR-Zeiten, eingebildet und hier im Seminar können wir eben diese Stereotype bekämpfen”, erzählt Detlev Bachmann, einer der deutschen Projektteilnehmer.

„Jeder Mensch empfindet die Musik anders, vor allem Jazz. Und hier gibt es keine Grenzen, hier kreieren wir Zukunft mit Hilfe von Jazz und unterschiedlichen Generationen”, so Włodzimierz Leś, ein Teilnehmer aus Polen.

„Ehrlich gesagt, hat die Musik schon seit Ewigkeiten Menschen verbunden. Zwar verstehen wir die Sprache der anderen Menschen nicht, trotzdem verstehen wir uns, eben durch die Musik. Hier während des Projektes erinnere ich mich dank Jazz an mein ganzes Leben, hier herrschen große Emotionen, wir fühlen die Freiheit und glauben, dass die Musik auf jeden Fall die Menschen verbindet. Und vielleicht bin in musikalisch nicht begabt, aber diese Begegnung ist für mich ein großes Erlebnis!”, fügt Jadwiga Kubik aus Polen hinzu.

Michael Teffel, der Organisator des Projektes von der Kreisau-Initiatve Berlin e. V., fasst zusammen:

„Jazz ist ein Thema für die jüngere wie auch die ältere Generation und er bringt die Menschen einander näher. Dank Jazz kommt man zu Meinungsaustausch, Diskussion, Entdeckung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten - heute und damals, in der DDR und in Polen. Diskriminierung spielt für mich immer eine Rolle, ich meine, dass es wichtig ist in so einem Rahmen daran zu arbeiten und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zu erkennen. Wir arbeiten vor dem Hintergrund der Musik und der Begegnung an dem Thema Diskriminierung.

Organisation des Projektes: Kreisau Initiative Berlin e. V. mit finanzieller Unterstützung der „Aktion Mensch”.


4.

Krzyżowa goes Educaching. Es gibt noch freie Plätze!

Für das Projekt „Krzyżowa goes Educaching”, das in Kreisau vom 25.11. - 30.11.2010 stattfinden wird, suchen wir noch deutsche Jugendliche mit Interesse an Touristik, Technik und Medien im Alter von 16 – 25 Jahren. Die Geschichte Kreisaus und seiner Umgebung wird während des Projekts auf eine neue, digitale Art entdeckt werden. Die 20 TeilnehmerInnen aus Polen und Deutschland werden mit Hilfe von GPS-Geräten eine Bildungsroute festlegen, die auch später bei Projekten mit anderen Gruppen benutzt werden kann. Die Route soll auch für Kinder und Jugendliche mit Behinderung geeignet sein.

Anmeldung und weitere Informationen: Elli Kosek (elli@krzyzowa.org.pl)


Reise durch die Landschaft

Im November 2010 findet in der Internationalen Jugendbegegungsstätte Kreisau eine Begegnung aus der Reihe „Forum Dialog“ mit dem Titel „Reise durch die Landschaft“ statt.
Sechs Tage lang werden sich die TeilnehmerInnen aus Deutschland und Polen – junge Erwachsenen zwischen 16 und 25 Jahren, die in dem Bereich Landschaftsarchitektur, Grünpflege und Gärtnerei tätig sind sowie weitere Interessierte – theoretisch und praktisch mit Landschaftsarchitektur in Deutschland und Polen unter dem Aspekt der jeweiligen Geschichte und Tradition auseinander setzen.
Die Begegnung ist für 12 Personen aus Deutschalnd und 12 Personen aus Polen geplant.

Es gibt noch freie Plätze für deutschen TeilnehmerInnen!

Anmeldung und weitere Informationen: Renata Grycz (renata@krzyzowa.org.pl)


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Kontakt:

marta żmigrodzka-koziejko
fundacja krzyżowa dla porozumienia europejskiego
stiftung kreisau für europäische verständigung

krzyżowa 7
58-112 grodziszcze, polska
tel: +48 (74) 85 00 124
fax: +48 (74) 85 00 305
E-Mail: marta.zmigrodzka@krzyzowa.org.pl
www.krzyzowa.org.pl